Hiddensee – versteckte Insel im verschwundenen Land

Preis: 24,95
ISBN 3-00-018132-6

Erschienen als veränderte und erweiterte Auflage 2010

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Marion Magas – Rund ums Wort

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DDR-Zeitzeugnisse von Inselfreunden und Lebenskünstlern

Neue und erweiterte Auflage

304 Seiten, 3 Reproduktionen von Ölbildern, 168 photografische und 3 grafische Abbildungen.
21 Autoren haben 39 kleine und größere Hiddenseegeschichten aus den Jahren 1950 bis 1990 aufgeschrieben, zwei Lyriker haben einige Gedichte geliefert.

„HIDDENSEE – versteckte insel im verschwundenen Land“ ist eine Liebeserklärung an eine einzigartige Landschaft.
Diese winzige Ostsee-Insel, mit dem Gesicht zum Meer und dem Rücken zum Bodden, diese kleine Schwester Rügens, hat zu Zeiten der DDR ein ganz besonderes Image entwickelt. Hiddensee, das waren nicht enden wollende Sommer mit langen Tagen und kurzen Nächten. Das waren unerlaubte Feuer am Strand mit Leuten, die sich jedes Jahr hier trafen, um sich frei zu fühlen. Hiddensee, das waren schreibende Kellner, denen beim Servieren der nächste Vierzeiler über das Tablett huschte. Künstler, Maler, Prominente, die alle gleich nackt am Strand nach Muscheln suchten, nach Bernstein, nach der verlorenen Zeit oder dem verlorenen Glauben bei einem sehnsüchtigen Blick zur anderen Uferseite – nach Moen, dem anderen Leben, der anderen Welt.

Hier lebte die Absurdität der kleinen DDR, ohne sich um die große deformierte Politik zu kümmern. Hier konnte es geschehen, daß jemand nicht mehr auf die Insel kam, weil er im Westen war, auf jener anderen Seite. Hier konnte es geschehen, daß man sich am Morgen Uwe Johnson vorlas und am Abend bei Knoblauch und Wein über Gorbatschow stritt. Hiddensee war Intellektuellenreservoir und Künstlerkolonie in einem – gern romantisiert und besungen.

Einen Hauch von damals, als man noch nach Hiddensee kam, um auszubrechen, will dieses Buch bewahren. In Erinnerungen einiger der damaligen Protagonisten, in Portraits und in Texten, die die Insel bedichten, kann man das Lebensgefühl wiederfinden, aber auch die Bedeutung der Insel für Künstler und Intellektuelle in der DDR nachempfinden. Und natürlich ist dieses Buch eine Hommage an die Hiddenseer, an diejenigen, die auch in den harten Wintern bei ständigem Wind auf der Insel bleiben und durch deren ganz besonderen Humor und deren ganz eigene Wesensart die Insel das ist, was sie ist.

Der Unterschied zur Erstauflage »: Bis auf wenige Grafiken ist das Bildmaterial vollständig ausgetauscht und erweitert worden. Momente des 1. Mai 1976 und des Katastrophenwinters 1978/1979 werden als Bildgeschichten gezeigt. Sechs neue Geschichten sind zu lesen.

Korrektur

Leider ist ein kleiner Fehler aufgetaucht, für den ich mich entschuldige.
Dieses Bild (aus: ‚Hiddensee – Versteckte Insel im verschwundenen Land‘, Ausgabe 2010, S. 132 oben) wurde falsch gekennzeichnet:

kirche

Foto: Marianne Hübel